Planung und die Wahl




Ankunft ANA Rustic


Bad


Schlafzimmer


Küche


Tiny House downtown


Autark

Wir wissen, dass es schwierig sein wird einen Standplatz für unser TinyHouse zu finden. Deshalb mussten wir uns überlegen wie weit es autark sein muss um die Chance zu erhöhen resp. das Aufstellen und Abbauen so unkompliziert wie möglich zu gestallten. Es könnte ja sein, dass wir temporäre Erlaubnisse kriegen, so zu sagen als Testlauf, und deshalb das Erschliessen an einem Ort mit so wenig Aufwand wie möglich gestaltet werden muss. Dabei gilt es Strom- und Frischwasseranschluss und Abwasser zu beachten. 

Da in unserem TinyHouse Waschmaschine und Kühlschrank zum Einsatz kommen brauchen wir einen 230 Volt Anschluss. Auch beim Frischwasser brauchen wir natürlich einen Anschluss. Hierbei gibt es jedoch zwei Varianten oder anders gesagt eine Sommer und eine Winter Variante. Mit einem Schlauch lässt sich das Wasser zum TinyHouse führen und mit einem sogenannten City-Anschluss wird dann der Druck auf den benötigten Wert reduziert. Jedoch liegt der Schlauch dann überirdisch und dies führt dazu, dass die Wasserleitung im Winter zufriert. Da wir nicht damit rechnen wollen, dass wir die Leitung in der üblichen Frosttiefe von mindestens 80cm vergraben dürfen und überirdische Zuleitung dann den Winter durch beheizen können, werden wir das Wasser zwischenlagern. Hierbei kommt ein 200ltr.

Wassertank zum Einsatz über den mit einer Wasserpumpe die Verbraucher versorgt werden.

Das Abwasserproblem haben wir wie folgt gelöst. Generell unterscheiden wir zwischen Grauwasser und Schwarzwasser. Bei Schwarzwasser handelt es sich um die Abwässer der Toilette. Bei Grauwasser um die Übrigen: sprich Bad, Küche und Waschküche. Da wir eine Komposttoilette verwenden werden entfällt das Schwarzwasser. Die Feststoffe werden kompostiert und die Flüssigen werden als Dünger für die Kläranlage verwendet. Gemäss unseren Berechnungen werden wir einen durchschnittlichen Grauwasseranteil von maximal 50ltr. pro Tag haben. Mit dieser Angabe liessen wir eine Pflanzenkläranlage projektieren. Das Becken und die Einkaufsliste wurden uns zugesandt und wir bepflanzten dann das Becken (siehe Bild).


Selber bauen vs. fertig kaufen

Es gibt diverse Abhandlungen welche sich mit diesem Thema beschäftigen. Deshalb möchten ich es hier nur kurz halten.

Ja es wäre natürlich cool und romantisch ein TinyHouse selber zu bauen. Angefangen beim Design, Haustechnik ausklügeln, bis hin zur Materialwahl. Den Zulieferer wählen und dann mit dem Bau die Fertigkeiten erlernen. Am Schluss ist es unseres....selbst gemacht.

Das oberste Bild zeigt die 8. Version des ursprünglichen Projektes mit Ausmass, Raumeinteilung, Detaillösungen und Technik. Es verging über ein Jahr bis wir an diesem Punkt waren, an welchem alles an Informationen, Recherchen und meine 3 jährige Erfahrung im Wohnmobil zusammengetragen in dieses Projekt einflossen.

Ich kam zum Schluss, bis auf den Innenausbau und der Einrichtung alles Herstellen lassen. Und auch da klappt es nicht auf Anhieb. Die erste Offerte war preislich doppelt so hoch wie geplant. Die zweite Offerte war eigentlich spruchreif jedoch ist der Hersteller nicht mehr auffindbar. Dann war es ein Hersteller in Deutschland, .... naja der letztendlich keines verkaufen wollte.

Dann eben nach Belgien. Dort haben wir ein bereits fertiggestelltes TinyHouse gefunden. Es hatte die Form eines Zirkuswagens und ist mit 11 Metern einiges länger als unsere bisherigen Versionen.

Leider hat sich jedoch herausgestellt das die Anordnung der Fenster nicht zu unserer Raumaufteilung passte.

Wieder in Deutschland angelangt, hat es dann klappt. Kontakt postwendend und kompetent. Sie bemühten sich unsere Vorstellungen umzusetzen. Der wurde es dann.